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Häufige Fragen zum Hausbau
Meistens steht eine einzige Frage zwischen dir und einem ersten Anruf. Manchmal eine, von der du glaubst, man dürfe sie nicht stellen.
Nach Themen geordnet: Ablauf und erstes Gespräch · Größe und Grundriss · Bauweise: Massivholzhaus · Preis, Änderungen und Wert · Wer macht was · Grundstück, Bebauungsplan und Sonderfälle
Ablauf und erstes Gespräch
Was sollte ich geklärt haben, bevor ich zum ersten Gespräch komme?
Zwei Dinge, mehr nicht.
Ein Grundstück. Ich verkaufe Häuser samt ihrer Planung – und geplant wird auf einem Grundstück, nicht ins Leere. Hast du schon eines, frage ich dich beim ersten Telefonat danach; dann sehe ich mir die Grundstücksdaten vorher an und bringe sie mit. Du kannst sie mir genauso gut erst beim Erstgespräch geben. Zwingend brauche ich sie nicht – beim ersten Treffen will ich vor allem viel über dich wissen.
Eine Vorstellung von deinem Rahmen. Solange nicht klar ist, wie viel du ausgeben kannst, lässt sich schwer darüber sprechen, was wir bauen. Einen Finanzierungsnachweis brauche ich dafür nicht – du solltest dir nur selbst schon Gedanken gemacht haben, wie du das Vorhaben finanzieren willst, und mir im Gespräch sagen, woran du dich orientierst. Ein Bild davon, was ein Haus bei mir kostet, bekommst du vorher auf Größen & Preise.
Kostet das erste Gespräch etwas?
Nein. Ich komme gerne zu dir aufs Grundstück oder zu dir nach Hause – ich frage, höre zu und schreibe alles mit. Das kostet dich nichts und verpflichtet dich zu nichts.
Was passiert beim ersten Gespräch – und was danach?
Beim ersten Gespräch lernen wir uns kennen – du mich und ich dich. Wir finden heraus, was du dir von einem Haus erwartest und was dir daran besonders wichtig ist. Ich frage, höre zu und schreibe mit.
Das Ziel ist schlicht: dass wir beide danach genug voneinander wissen, um ohne Zweifel ein zweites Mal zusammenzusitzen – und dann konkret über dein Haus zu sprechen.
Kann ich planen, obwohl noch nicht alles feststeht?
Ja. Dass am Anfang nicht alles feststeht, ist nicht die Ausnahme, sondern der Normalfall – die Unklarheiten kommen erst im Gehen auf einen zu. Gerade deshalb ist es angenehm, jemanden zu haben, an den du dich wenden kannst. Auch mit Fragen, die mit dem Bauen nur mittelbar zu tun haben: Ab wann macht es Sinn, sich um die Küche zu kümmern? Hast du Erfahrungen damit?
Solche Fragen kommen ständig, und ich bin froh darüber – sie machen meine Arbeit abwechslungsreich, und sie sind einer der Gründe, warum ich gerne mit privaten Bauherren baue. Also nicht zögern: wir setzen uns zusammen und stellen beim Erstgespräch fest, was noch fehlt. Fehlt etwas Wesentliches, erkennen wir das gemeinsam – und wenn du es hast, kommst du einfach wieder.
Wann bekomme ich einen konkreten Grundriss?
Schon die Skizze ist ein belastbarer Hinweis auf deinen Grundriss – sie ist kein Platzhalter, aber noch keine Ausarbeitung deiner Wünsche im Detail; die kommt im Entwurf. Nach den ersten zwei bis drei Runden im Entwurf steht er in der Regel so da, dass du ihn als deinen erkennst. Eine Frist in Wochen nenne ich dafür nicht: das Tempo hängt daran, wie schnell wir beide entscheiden.
Wie läuft der Bau in drei Schritten ab – und wann entscheide ich, was ich selbst vergebe?
Schritt 1 beauftragst du als Ganzes – von jedem der drei Abschnitte darin kannst du zurücktreten, solange er nicht begonnen hat. Alle drei Schritte sind in Abschnitte geteilt.
Nach dem Kennenlernen bekommst du ein Angebot über die drei Abschnitte von Schritt 1. Wir beginnen mit der Skizze. Gefällt dir, was du siehst, arbeiten wir uns an den Entwurf heran – dort kommen Feinschliff, Änderungen, dein Grundstück und die Bestimmungen viel tiefer hinein. Am Ende des Entwurfs bekommst du das Angebot über den Bau selbst, also über Schritt 2 und Schritt 3. Offen gesagt: den dritten Abschnitt, den Einreichplan, sollten wir nur gemeinsam machen, wenn du zu diesem Zeitpunkt erkennst, dass du mit mir bauen willst.
Und wann entscheidest du, was du selbst vergibst? Einen Baubeginn fixiere ich erst, wenn drei Dinge feststehen: dein Auftrag, der positive Baubescheid – oder zumindest, dass er absehbar kommt – und was sonst noch offen ist, etwa eine Erkundung des Untergrunds oder ein Versickerungsprojekt. Das Wesentliche ist der Baubescheid: vorher bestelle ich nichts, außer wir vereinbaren das ausdrücklich. Schritt 2 und Schritt 3 beauftragst du gemeinsam – und dabei nennst du mir die Abschnitte, die du selbst ausführst oder anderweitig vergibst. Ab dann sind sie für uns beide verbindlich, ab dann läuft alles in einem Stück durch – und genau deshalb steht der Termin.
Was du selbst ausführst oder selbst beauftragst, liegt außerhalb meines Wirkungsbereichs: Dort bist du dafür verantwortlich, dass rechtzeitig fertig wird. Die 24 Wochen gelten für die Leistungen, die du bei mir beauftragst.
Der ganze Ablauf mit allen Abschnitten steht auf Dein Weg zum Haus. Wenn du ihn lieber für dein Grundstück durchgehst: schreib mir.
Größe und Grundriss
Wie groß muss ein Haus für eine Familie mit zwei Kindern sein?
Die ehrlichere Frage ist nicht wie groß, sondern was muss drin sein. Rein von der Größe her könnte die Antwort auch 70 m² lauten – so groß sind Wohnungen, in denen Familien mit zwei Kindern leben.
Meine Antwort aus der Erfahrung: 90 m² sollte es schon haben, mit 100 m² Wohnnutzfläche ist die Größe vernünftig. Entscheidend ist aber nicht die Zahl, sondern was in diese Fläche hineingeht. Woher sie kommt, steht in der nächsten Frage.
Wie viele Quadratmeter brauche ich wirklich?
Das rechne ich mit dir aus, statt es zu schätzen. Grundlage ist das Raumprogramm: du zeichnest die Räume, die du willst, auf ein Blatt – zuerst ohne Größe, dafür mit den Anforderungen, die du an jeden einzelnen stellst. Danach wird addiert. Für eine Familie mit zwei Kindern sieht die Mindestrechnung so aus:
| Obergeschoß | Wohnnutzfläche |
|---|---|
| Kinderzimmer 1 | 10 m² |
| Kinderzimmer 2 | 10 m² |
| Schlafzimmer | 12 m² |
| Badezimmer | 8 m² |
| Diele, über die die vier Zimmer erreichbar sind | 2 m² |
| Obergeschoß zusammen | rund 42 m² |
Die Zahlen sind Richtwerte aus meiner Planung, keine Rechenergebnisse auf die Kommastelle – ob ein Geschoß am Ende 44 oder 46 m² hat, entscheidet der Entwurf.
Das Erdgeschoß hat dieselbe Grundfläche. Dort kommt die Treppe mit circa 4 m² dazu, die im Obergeschoß Luftraum ist: rund 46 m². Zusammen rund 88 m² Wohnnutzfläche. Das ist das Minimum aus dem Raumprogramm – nicht mein Richtwert. Der liegt darüber, weil zwischen „geht gerade“ und „wohnt sich gut“ fünf bis fünfzehn Quadratmeter liegen.
Was in der Tabelle steht, ist das Erfordernis. Der Wunsch kommt danach: ein Schrankraum, ein Arbeitszimmer, ein zweites WC. Das trennen wir im Entwurf – und dann siehst du an jeder Zeile, was sie an Fläche kostet. Was dieselbe Fläche in zwei Bauweisen hergibt, siehst du auf Warum Traxler Bau.
Welche Räume brauche ich tatsächlich – und was fällt zuerst weg?
Das Wichtigste an einer Hausplanung ist die Erschließung – die Flächen, über die du dich bewegst: waagrecht innerhalb eines Geschosses, senkrecht über die Treppe. Ohne sie erreichst du keinen Raum. Ich gehe hier von einem Haus mit zwei Ebenen aus.
Notwendig sind: der Bereich hinter der Haustüre, der als Schleuse dient – er darf zum Wohnraum hin offen sein, braucht aber einen Platz für die Straßenbekleidung, und wenn er nur aus Möbeln besteht. Die Treppe, erreichbar über den Wohnbereich, und oben die kleine Diele als Verteiler. Zwei Kinderzimmer, ein Schlafzimmer und ein Bad im Obergeschoß. Im Erdgeschoß Wohn- und Essbereich, eine Toilette für Besuch – damit niemand dafür ins Obergeschoß muss – und ein kleiner Technikraum für das Kleinzeug.
Und was fällt zuerst weg? Ehrlich: nichts davon. Bei zwei Kindern ist das oben die Mindestanforderung, nicht die Komfortausstattung. Man kann ein Kinderzimmer ins Erdgeschoß verlagern – dann blieben oben ein Kinderzimmer, Bad und Diele mit insgesamt rund 20 m², mit dem Schlafzimmer rund 32 m². Als Geschoß wird das zu klein, und gewonnen ist nichts. Gespart wird nicht am Raum, sondern an der Geometrie.
Warum ist die Geometrie wichtiger als die Quadratmeterzahl?
Weil die Geometrie darüber entscheidet, wie viel Außenfläche du für deine Wohnnutzfläche bezahlst. Ein annähernd quadratischer Grundriss braucht weniger Fassade als ein langgezogener – das senkt die Kosten, ohne einen Quadratmeter Wohnfläche zu kosten.
Und breiter ist nicht automatisch besser: ziehst du das Haus in die Breite, entsteht mehr Fläche, aber kein zusätzliches Zimmer.
Ein quadratischer Raum ist in der Errichtung günstiger, in der Nutzung aber unvorteilhafter – Betten, Kästen, Schreibtische und Regale stehen an der Wand, nicht in der Mitte. In der Raummitte bleibt dann ein Bereich, mit dem sich nichts anfangen lässt.
Dasselbe gilt für Abstell- und Lagerräume: stehen an beiden Seiten Kästen, ist die Mitte verloren. Also entweder auf das notwendige Maß reduzieren – oder so breit machen, dass in der Mitte noch ein Regal Platz hat, am besten von beiden Seiten zugänglich.
Gibt es eine Mindestbreite für Räume?
Ja – und sie folgen aus der Nutzung: Ein Doppelbett ist rund 2,00 m breit, links und rechts braucht es Bewegungsfläche – damit plane ich ein Schlafzimmer mindestens 3,40 m breit, mit einem Kasten an einer Seite (etwa PAX von IKEA, 60 cm tief) 4,00 m. In der Tiefe rechne ich beim Schlafzimmer wie beim Badezimmer mit rund 2,80 m von Wandinnenkante zu Wandinnenkante. Aus solchen Maßen ergibt sich die Mindestbreite des Hauses – nicht aus einem Wunschmaß.
Brauche ich einen Schrankraum?
Das hängt von deinen Gewohnheiten ab – und an zwei Fragen, die leicht übersehen werden: von wo aus er erreichbar ist, und ob im Schlafzimmer trotzdem eine Wand für Kästen frei bleibt.
So lässt sich beides nutzen: die Kästen im Schlafzimmer für alles, was nicht täglich gebraucht wird, der Schrankraum für die Kleidung des Alltags. Ist er zusätzlich über die Diele erreichbar, kann der, der früher aufsteht, sich dort anziehen, ohne den anderen zu wecken. Was am Ende darin liegt, bleibt jedem selbst überlassen.
Gerade bei kleinen Grundrissen ist entscheidend, dass die Räume so angeordnet sind, dass genug Platz zum Verstauen bleibt – mit Kästen und Regalen. Im kleinsten meiner drei Grundrisse ist genau das der elfte Raum: das Haus mit 100 m² Wohnnutzfläche.
Warum liegt der Eingang dort, wo er liegt – und das Bad im Norden?
Beides folgt demselben Weg: zuerst das Raumprogramm, dann das Ausschlussprinzip. Meine Grundrisse zeichne ich parallel zu den Blattkanten, nicht nach der Himmelsrichtung gedreht – Norden liegt dabei in der Regel oben. Deshalb gibt es Hoch- und Querformat.
Die Lage des Eingangs.
Auf der Südseite will ich im Erdgeschoß die Räume haben, in denen sich das Leben abspielt. Damit liegt der Eingang von selbst im Norden oder an der Ost- oder Westseite, in der oberen Hälfte des Grundrisses – auf dem Plan also meist oben.
Das Bad im Norden.
Im Obergeschoß sind es in der Regel fünf Räume: zwei Kinderzimmer, ein Schlafzimmer, ein Badezimmer und die Diele, über die die anderen erreichbar sind. Die beiden Kinderzimmer will ich im Süden haben – spätestens ab dem Teenageralter verbringen Kinder mehr Zeit in ihrem Zimmer, und dort sollen sie Tageslicht haben; im Norden wäre das nicht möglich. Das Schlafzimmer muss nicht zwingend auf der Sonnenseite liegen; muss ich aber zwischen Schlafzimmer und Bad abwägen, wähle ich das Schlafzimmer. Damit bleibt für das Bad der Norden – nicht aus Geringschätzung, sondern weil es der Raum ist, der am wenigsten darunter leidet.
Wann sehe ich, wie viel Fläche bei meinem Haus herauskommt?
Im Entwurf. Dort steht am Ende beides: wie viel bebaute Fläche dein Haus braucht und wie viel Wohnnutzfläche dabei herauskommt – Raum für Raum. Du brauchst dafür nichts mitzubringen.
Einen Vergleich kann ich dir nur zeigen, wenn es etwas zu vergleichen gibt: Hast du schon einen Plan von jemand anderem, lege ich meinen daneben, und du siehst den Unterschied an deinem eigenen Grundstück. Zwei eigene Planungen nur zum Beweis zeichne ich nicht – das wäre Aufwand, den am Ende du zahlst.
Gibt es fertige Haustypen, aus denen ich auswählen kann?
Nein – fertige Haustypen wie in einem Musterhauspark habe ich nicht. Anschauen kannst du die drei Ausgangslösungen mit 100, 115 und 130 m² Wohnnutzfläche: sie zeigen dir, wie viel Haus welche Fläche ergibt, und sind der Anfang der Planung – nicht ihr Ende. Gezeichnet wird an deinem Grundstück, und was du wirklich brauchst, finden wir gemeinsam heraus – beim Planen habe ich viel Erfahrung. Die Grundrisse stehen direkt auf den drei Seiten: 100 m² Wohnnutzfläche, 115 m² Wohnnutzfläche, 130 m² Wohnnutzfläche.
Bist du dir noch unsicher oder brauchst du einen Anhaltspunkt: sag mir bei der Kontaktaufnahme einfach, was du dir ungefähr vorstellst und was du brauchst. Dann komme ich mit fertigen Gedanken zu dir – und nicht mit einem leeren Blatt.
Ich habe schon einen Entwurf – kannst du damit weiterbauen?
Bring ihn mit – ich sehe ihn mir an, und dann klären wir es an deinem Entwurf. Pauschal geht das nicht: Wie viel Vorarbeit für den Einreichplan schon im Entwurf steckt, hängt davon ab, wie weit er gediehen ist und wie er gezeichnet wurde. Der Einreichplan baut auf dieser Vorarbeit auf; fehlt sie, muss ich sie nachholen. Deshalb sage ich dir erst nach dem Ansehen, was ich übernehmen kann und was es kostet – und nicht vorher eine Zahl, die dann nicht hält.
Die drei Größen mit Grundrissen und Preisen stehen auf Größen & Preise. Deine eigene Aufteilung besprechen wir im ersten Gespräch – schreib mir.
Bauweise: Fragen zum Massivholzhaus
Was ist Brettsperrholz – und was heißt CLT, Massivholz und Holzmassiv?
Kurz: aus Brettern wird eine Platte.
Bretter werden nebeneinandergelegt, bis sie eine ganze Fläche bilden. Darauf kommt eine zweite Lage, quer zur ersten, vollflächig verleimt. Dann mindestens eine dritte Lage in der Richtung der ersten – wieder quer zur Lage darunter, wieder vollflächig verklebt. Was dabei entsteht, ist ein massiver Holzbauteil, dessen Lagen sich gegenseitig halten: die Bewegung, die Holz von Natur aus mitbringt, nimmt der Aufbau selbst auf. Und weil die Lagen vollflächig verklebt sind, ist die Platte in der Fläche luftdicht.
Zu den Namen: Brettsperrholz ist die deutschsprachige Bezeichnung, CLT die englische (Cross Laminated Timber) – die Hersteller verwenden sie in ihren Produktnamen. Gemeint ist dasselbe. Ich sage Massivholz – und ein Haus daraus ist ein Massivholzhaus. Manche sagen Holzmassivbau oder Holzmassivhaus; gemeint ist dasselbe.
Ist ein Massivholzhaus genauso wertig wie ein Ziegelhaus?
Ja. Dahinter steckt meist die Frage, ob so ein Haus genauso lange hält und sich genauso anfühlt – und das tut es. Die Wände sind massiv, nur eben aus Holz statt aus Ziegel: hinter der Oberfläche steht eine tragende Platte.
Die Massivholzplatte ist selbst luftdicht – eine zusätzliche Ebene dafür braucht es in der Wand nicht (bei Ziegel ist es der Innenputz, beim Holzriegelbau eine Folie). Weil kein Innenputz nötig ist, verlierst du dafür auch keine Fläche. Und weil im Werk passgenau vorgefertigt wird, entstehen im Rohbau kaum Folgefehler. Unter dem Strich bekommst du auf derselben bebauten Fläche 9 bis 14 % mehr echte Wohnnutzfläche als bei einem klassisch geplanten und gebauten Ziegelmassivhaus.
Der Gewinn kommt dabei aus zwei Richtungen. Die Massivholzwand ist schlanker – das ist der eine Teil. Der andere ist die Planung: die Treppe fällt bei mir kleiner aus, die Installationen sind so geführt, dass sie weniger Fläche brauchen, und wo die Treppe genutzt wird, entfällt die Abmauerung. Auch das ist Wohnnutzfläche, die du sonst nicht hättest.
Ist ein Massivholzhaus vom Baumeister ein Fertighaus?
Es wird wie ein Fertighaus im Werk vorgefertigt und folgt einem festen Ablauf. Geplant und gebaut wird es aber von einem Baumeister, für dein Grundstück.
Wenn du ein Haus bauen willst, heißt das: Nach dem Entwurf hast du dein Angebot. Mit dem Baubescheid stehen Fixpreis und Fixtermin. Ab dem Spatenstich: fix in 24 Wochen fertig. Oder schneller.
Und weil die Außenwand schlanker ist, hat das Haus auf derselben bebauten Fläche 9 bis 14 % mehr Wohnnutzfläche.
So standardisiert wie ein Fertighaus. So individuell wie ein Baumeisterhaus. Wie das zusammengeht, steht auf Fertighaus oder Baumeister?.
Beim Preis verwende ich dieselben Stufen wie Fertighausfirmen – belagsfertig und schlüsselfertig nach ÖNORM B 2310. So kannst du ein Fertighaus-Angebot direkt neben meines legen; wie, steht unter „Wie vergleiche ich ein ‚schlüsselfertig‘-Angebot mit deinem?“.
Woher kommen die 9 bis 14 % mehr Wohnnutzfläche?
Aus zwei Richtungen. Der größere Teil ist die Konstruktion: die Massivholzwand ist schlanker als ein Ziegelmauerwerk mit derselben Aufgabe, und der Innenputz entfällt, weil die Wand innen beplankt, gespachtelt und gemalt wird – das ergibt 8 bis 10 %. Der kleinere Teil ist die Planung: kleinere Treppe, weniger Fläche für Installationen, keine Abmauerung, wo die Treppe genutzt wird – das ergibt 1 bis 4 %. Zusammen 9 bis 14 %. Das ist eine Bandbreite und kein Festwert.
An einem eigenen Grundriss habe ich es nachgerechnet: derselbe Plan, einmal in Ziegel, einmal in Massivholz gezeichnet – aus 90,27 m² werden 100,73 m², also rund 12 %. Den Vergleich siehst du auf Warum Traxler Bau.
Wie dicht ist ein Massivholzhaus – und was ist die luftdichte Ebene?
Wenn von der luftdichten Ebene die Rede ist, denken viele an Fernsehbilder: ein Prüfgerät, Rauch, der bei der Steckdose austritt, ein Messstab an der Fuge. Das ist verständlich – nur kommt dieses Bild aus einer anderen Bauweise. Beim Holzriegelbau hängt die Luftdichtheit an einer Folie, und die muss über die gesamte Fläche und an jedem Anschluss dicht bleiben.
Beim Ziegelmauerwerk stellt der Putz die luftdichte Ebene her, nicht der Ziegel. Werden plangeschliffene Ziegel in der Lagerfuge geschäumt oder im Dünnbett verklebt, trennt kein Mörtel die Kammern: die Luft wandert von einer Kammer in die des darüberliegenden Ziegels, von ganz unten bis oben. Als Sichtziegel, ohne Putz, ist die Wand nicht luftdicht.
Beim Massivholzbau ist die Fläche selbst dicht: die Lagen der Platte sind vollflächig verklebt. Was bleibt, sind die Stöße, wo zwei Bauteile zusammentreffen, und die Durchführungen, wo eine Leitung von innen nach außen geht.
Bei den Stößen ist mein Motto klotzen statt kleckern: die Bauteilfugen werden beim Aufstellen gefüllt, das Eigengewicht oder die Verbindung presst den Dichtstoff in jede Fuge und Ritze. Die luftdichte Ebene entsteht also beim Errichten, nicht später. Die Durchführungen bekommen Manschetten oder Dichtstoff; sie sind wenige, und sie sind kontrollierbar. Die wenigen Sonderstellen – etwa auskragende Platten – sind bekannt und werden eigens behandelt.
Ist ein Holzhaus im Sommer zu warm?
Wie warm ein Haus im Sommer wird, entscheidet sich vor allem daran, wie viel Sonne überhaupt hineinkommt. Deshalb plane ich die Beschattung von Anfang an mit, statt sie nachträglich anzuhängen: Fenstergrößen, Ausrichtung und Sonnenschutz gehören bei mir in den Entwurf.
Beim Flachdach kommen oben noch 6 cm Kies drauf. Die Schicht fängt einen guten Teil der Sonne ab, bevor sie als Wärme im Haus ankommt – von oben ist damit schon viel getan.
Der Sonnenschutz ist für alle Wohn- und Aufenthaltsräume im Leistungsumfang enthalten; im Bauablauf kommt er vor der Übergabe.
Woher die zusätzliche Fläche kommt und was die Bauweise sonst noch ausmacht, steht auf Warum Traxler Bau. Fragen dazu beantworte ich gern direkt – schreib mir.
Preis, Änderungen und Wert
Was kostet ein Haus pro m²?
Bei mir 2.103 bis 2.320 € je Quadratmeter Wohnnutzfläche belagsfertig und 2.639 bis 2.883 € schlüsselfertig, beides ab Oberkante Bodenplatte. Die Spanne kommt von der Hausgröße: Der niedrigere Wert gilt für das Einfamilienhaus mit 130 m², der höhere für das mit 100 m² Wohnnutzfläche. Für die ganze Hauserrichtung von der Idee bis zur Schlüsselübergabe sind es 3.128 bis 3.448 €. Alles brutto, Preisstand 1. September 2026, ohne Grundstück. Damit weißt du vor dem ersten Termin bei der Bank, ob du über das Haus mit 100 oder mit 130 m² redest.
Ein Quadratmeterpreis sagt erst etwas, wenn dasteht, worauf er sich bezieht: auf welche Fläche und ab wo gerechnet. Deshalb steht bei mir jede Zahl mit ihrer Stufe – die ganze Tabelle steht unter Was der Hausbau pro m² kostet.
Was kostet ein Haus ohne Grundstück?
Alle Preise auf Größen & Preise gelten ohne Grundstück. Die ganze Hauserrichtung von der ersten Idee bis zur Schlüsselübergabe – mit Planung, Erdbau und Bodenplatte – ist für die drei Beispielhäuser eine Investition von 347.293 €, 372.122 € und 406.385 € brutto, Preisstand 1. September 2026.
Nicht enthalten sind außerdem Küche, Photovoltaik, Außenanlage und Nebenkosten wie Anschlüsse, Vermessung und Gebühren. Was mit dem Grundstück dazukommt, steht Zeile für Zeile auf Hausbau mit Grundstück: alle Kosten – so steht die ganze Investition auf dem Papier, bevor du den Kreditantrag ausfüllst. Alle Beträge brutto.
Was heißt „belagsfertig“?
Kurz: Belagsfertig entspricht bei mir dem Ende von Schritt 2, gerechnet wie überall ab Oberkante Bodenplatte – also ohne Erdbau und Bodenplatte. Dabei ist sogar mehr als in der Norm, etwa die Zuleitung und der Zählerverteilerkasten. Für die drei Beispielhäuser kostet das ab Oberkante Bodenplatte 233.648 €, 251.184 € und 273.207 € brutto, Preisstand 1. September 2026 – alles dazu auf Größen & Preise. Der Einreichplan steht bei mir in Schritt 1 – in den genormten Stufen ist er enthalten, in meinen Preisen ab Oberkante Bodenplatte nicht.
Belagsfertig ist eine genormte Ausbaustufe für Fertighäuser. Die ÖNORM B 2310 in der Ausgabe 2022 legt drei Stufen fest, die aufeinander aufbauen: Ausbauhaus, belagsfertiges Haus, schlüsselfertiges Haus. Belagsfertig ist die zweite.
Was die Stufe enthält – und was bei mir:
| Leistung | laut ÖNORM B 2310 | bei mir, im Preis ab Oberkante Bodenplatte |
|---|---|---|
| Einreichunterlagen – Einreichplan, Baubeschreibung, Energieausweis | enthalten, aus Stufe 1Tab. 1, Pkt. 1 | nicht in diesem Preis – bei mir in Schritt 1 |
| Rohbau, Dach und witterungsdichte Hülle samt fertiger Fassade | enthalten, aus Stufe 1Tab. 1, Pkt. 5–7 | enthalten |
| Fenster und Außentüren samt Außenfensterbänken | enthalten, aus Stufe 1Tab. 1, Pkt. 14 | enthalten |
| Sonnenschutz | nicht enthaltenTab. 1, Pkt. 14 | die Schächte in der Fassade sind enthalten, der Sonnenschutz selbst kommt mit Schritt 3 |
| Elektroinstallation mit Schaltern und Steckdosen | enthaltenTab. 2, Pkt. 18 | enthalten |
| Zählerkasten samt Zuleitung und Erdung | nicht enthalten – nur der Platz ist vorzusehenTab. 2, Pkt. 18 | Zählerkasten und Zuleitung enthalten; die Erdung kommt mit Erdbau und Bodenplatte dazu |
| Beleuchtungskörper | nicht enthaltenTab. 2, Pkt. 18 | nicht enthalten |
| Sanitär-Rohinstallation | enthaltenTab. 2, Pkt. 19 | enthalten |
| Heizung, betriebsbereit | enthaltenTab. 2, Pkt. 20 | enthalten |
| Tiefenbohrung bei einer Wärmepumpe | nicht enthaltenTab. 2, Pkt. 20 | nicht enthalten und auch nicht vorgesehen |
| Kontrollierte Wohnraumlüftung | gesondert zu vereinbarenTab. 1, Pkt. 11 · Tab. 2, Pkt. 21 | als Zusatz möglich |
| Estrich samt Fußbodenaufbau | enthaltenTab. 2, Pkt. 22 | enthalten |
| Treppe | nur eine provisorische StiegeTab. 1, Pkt. 9 | die fertige Treppe kommt mit Schritt 3 |
| Erdarbeiten und Bodenplatte | nicht im Mindestumfang – gerechnet wird ab Oberkante Bodenplatte bzw. KellerdeckeAbschnitt 5.1 und 3.8 | nicht in diesem Preis – bei mir in Schritt 2, samt Erdung |
| Skizze und Entwurf | nicht im Mindestumfang | nicht in diesem Preis – bei mir in Schritt 1 |
Der Punkt, der beim Vergleichen am meisten ausmacht: Alle Stufen gelten ab Oberkante Bodenplatte bzw. Kellerdecke. Erdarbeiten, Keller oder Bodenplatte und die Außenanlage liegen außerhalb; von der Planung sind nur die Einreichunterlagen dabei. Wer dir einen Preis für ein belagsfertiges Haus nennt, sollte dir auch sagen, wo dieser Preis anfängt.
Bei mir entspricht das dem Ende von Schritt 2 – „bis Estrich fertig“. Den Preis findest du auf Größen & Preise in der Tabelle „Was welche Größe kostet“, Zeile „Belagsfertig“, gerechnet ab Oberkante Bodenplatte – damit du ein fremdes Angebot Zeile für Zeile danebenlegen kannst.
Was heißt „schlüsselfertig“?
Kurz: Schlüsselfertig entspricht bei mir Schritt 2 und Schritt 3, gerechnet ab Oberkante Bodenplatte – also ohne Erdbau und Bodenplatte. Dabei ist sogar mehr als in der Norm, etwa der Sonnenschutz, die Zuleitung und der Zählerverteilerkasten. Für die drei Beispielhäuser kostet das ab Oberkante Bodenplatte 290.451 €, 311.788 € und 342.908 € brutto, Preisstand 1. September 2026 – alles dazu auf Größen & Preise. Der Einreichplan steht bei mir in Schritt 1 – in den genormten Stufen ist er enthalten, in meinen Preisen ab Oberkante Bodenplatte nicht.
Schlüsselfertig ist die dritte und höchste Ausbaustufe der ÖNORM B 2310 in der Ausgabe 2022 und enthält die beiden Stufen davor mit.
Was die Stufe zusätzlich enthält – und was bei mir:
| Leistung | laut ÖNORM B 2310 | bei mir, im Preis ab Oberkante Bodenplatte |
|---|---|---|
| alles aus „belagsfertig“ | enthalten | enthalten – siehe „belagsfertig“ |
| Innenfensterbänke | enthaltenTab. 3, Pkt. 23 | enthalten |
| Spachteln aller raumseitigen Oberflächen | enthaltenTab. 3 | enthalten |
| Malerarbeiten | enthaltenTab. 3 | enthalten |
| Boden- und Wandfliesen samt Abdichtung in Nassräumen | enthaltenTab. 3 | enthalten |
| Bodenbeläge samt Sockelleisten | enthaltenTab. 3 | enthalten |
| Innentüren samt Zargen | enthaltenTab. 3 | enthalten |
| Sanitärgegenstände und Armaturen | enthaltenTab. 3 | enthalten |
| Wohnraumtreppe und Geländer | enthaltenTab. 3 | enthalten |
| Sonnenschutz | nicht enthaltenTab. 1, Pkt. 14 | enthalten, in allen Wohn- und Aufenthaltsräumen |
| Bad-Zubehör wie Spiegel, Handtuch- und Rollenhalter | nicht enthaltenTab. 3, Pkt. 26 | nicht enthalten |
| Zählerkasten samt Zuleitung und Erdung | nicht enthaltenTab. 2, Pkt. 18 | Zählerkasten und Zuleitung enthalten; die Erdung kommt mit Erdbau und Bodenplatte dazu |
| Beleuchtungskörper, Tiefenbohrung | nicht enthaltenTab. 2, Pkt. 18 und 20 | nicht enthalten; eine Tiefenbohrung ist auch nicht vorgesehen |
| Erdarbeiten, Bodenplatte, Skizze und Entwurf | Einreichunterlagen enthalten, Erdarbeiten und Bodenplatte nichtTab. 1, Pkt. 1 · Abschnitt 5.1 | nicht in diesem Preis – bei mir in Schritt 1 und 2, im Gesamtpreis enthalten |
Schlüsselfertig heißt aber nicht einzugsfertig. Die Norm hält in einer Anmerkung selbst fest, dass die bautechnischen Anforderungen immer nur vom fertigen Gebäude erfüllt werden und nicht schon von einer Ausbaustufe. Alles gilt außerdem erst ab Oberkante Bodenplatte bzw. Kellerdecke – Erdarbeiten, Keller und Außenanlage liegen außerhalb, von der Planung sind nur die Einreichunterlagen dabei.
Zur Verbindlichkeit – das ist der wichtigste Teil. Diese ÖNORM gilt für Fertighäuser. Fragst du bei einer Fertighausfirma an, steht hinter dem Wort also eine Definition. Dieselben Begriffe verwenden aber auch Verkäufer von Baumeisterhäusern, und dort gibt es keine genormte Ausbaustufe dieses Namens. Dem Wort im Angebot siehst du nicht an, welcher der beiden Fälle vorliegt. Dazu kommt: Auch in der Norm steht bei den meisten Punkten der Zusatz „gemäß Leistungsbeschreibung“. Sie legt fest, welche Arbeiten zu einer Stufe gehören – nicht, in welcher Qualität, Menge und Ausführung.
Mein Rat, und der gilt bei jedem Anbieter: Lass dir nicht das Wort geben, sondern die Leistungsbeschreibung – und geh sie Punkt für Punkt durch.
Bei mir entspricht diese Stufe dem Ende von Schritt 3 – „bis Übergabe“. Den Preis findest du auf Größen & Preise in der Tabelle „Was welche Größe kostet“, Zeile „Schlüsselfertig“, gerechnet ab Oberkante Bodenplatte und mit der Liste dessen, was enthalten ist.
Wie vergleiche ich ein „schlüsselfertig“-Angebot mit deinem?
Achte zuerst darauf, wo der Preis anfängt. Die genormten Ausbaustufen beginnen ab Oberkante Bodenplatte. Erdarbeiten, Keller oder Bodenplatte, Anschlüsse, Vermessung, Gebühren, Außenanlage und die Planung über die Einreichunterlagen hinaus sind darin nicht enthalten – und genau diese Posten fallen beim Bauen auf einem Grundstück trotzdem an.
Damit du das nebeneinanderlegen kannst, stehen bei mir drei Preise in einer Tabelle – auf Größen & Preise unter „Was welche Größe kostet“: belagsfertig und schlüsselfertig, beide ab Oberkante Bodenplatte wie die genormten Stufen, und darunter der Preis von der Idee bis zur Übergabe, samt Planung, Erdbau und Bodenplatte. Was in den beiden Stufen bei mir enthalten ist, steht Zeile für Zeile neben der Norm unter „belagsfertig“ und „schlüsselfertig“. Der Einreichplan steht bei mir in Schritt 1 – in den genormten Stufen ist er enthalten, in meinen Preisen ab Oberkante Bodenplatte nicht.
Es kann durchaus sein, dass ich in einem einzelnen Posten teurer bin. Ich sage dir dafür, was das Haus am Ende insgesamt kostet – und nicht nur den Teil, der sich gut ausgeht; was nicht in meiner Hand liegt, etwa Gebühren und Anschlüsse, schätze ich unverbindlich. Den Gesamtpreis findest du auf Größen & Preise, die Nebenkosten Zeile für Zeile im Rechenbeispiel auf den Einzelseiten der drei Häuser. Ein durchgerechnetes Beispiel mit allen Posten: Haus bauen mit Grundstück – die ganze Rechnung.
Drei Fragen, die jedes Angebot beantworten sollte: Ab wo ist gerechnet? Was steht in der Leistungsbeschreibung – Punkt für Punkt? Und was fällt zusätzlich an, bis ich einziehen kann?
Sind Stromanschluss, Zählerverteilerkasten und Erdung im Preis enthalten?
Ja. Bei mir sind alle drei im Hauspreis enthalten.
Die Anschlussleitung ist die Stromleitung vom Anschlusspunkt des Netzbetreibers – er liegt in der Regel an der Grundstücksgrenze – bis zum Zählerverteilerkasten im Haus. Den Zählerverteilerkasten bekommst du samt Sicherungen. Beides gehört bei mir zu den Elektroarbeiten und steckt deshalb auch in den Preisen schlüsselfertig und belagsfertig.
Die Erdung wird schon beim Erdbau und bei den Betonarbeiten eingelegt; sie ist für den Potenzialausgleich erforderlich. Sie steckt deshalb im Gesamtpreis von der Idee bis zur Übergabe – in den Preisen ab Oberkante Bodenplatte nicht, weil Erdbau und Bodenplatte dort nicht enthalten sind.
Beim Vergleichen lohnt sich die Frage danach. Zur genormten Ausbaustufe „schlüsselfertig“ gehören Zählerkasten, Zuleitung und Erdung nicht – mehr dazu unter Was heißt „schlüsselfertig“. Steht in einem anderen Angebot nichts dazu, frag nach, wer sie bezahlt.
Was ist im Angebot wirklich enthalten – gibt es versteckte Zusatzkosten?
Aus einer Hand heißt: Schritt 1, 2 und 3 – von der ersten Idee bis zur Schlüsselübergabe – kommen von mir. Küche und Außenanlage gehören nicht dazu; sie beauftragst du selbst. Die Photovoltaikanlage ist ebenfalls nicht enthalten – du kannst sie aber als Zusatz bei mir bestellen oder selbst beauftragen. Eine Wohnraumlüftung ist als Zusatz möglich. Ich beziffere alle drei trotzdem, weil sie beim Bauen auf einem Grundstück anfallen und du sonst nur die halbe Rechnung siehst. Was nicht darin enthalten ist, nenne ich trotzdem: Nebenkosten wie Strom- und Kanalanschluss, Vermessung oder Gebühren für den Baubescheid. Dafür bekommst du am Ende des Abschnitts Entwurf eine unverbindliche Kostenaufstellung als Richtwert. Und was dein Grundstück zusätzlich braucht, halten wir in Schritt 1 gemeinsam fest – damit es im Kostenbild steht und nicht später auftaucht.
Was kostet mich ein Änderungswunsch während der Bauzeit?
Ändern kannst du etwas – nur nicht stillschweigend. Was im Werkvertrag vereinbart ist, bleibt fix. Kommt während der Bauzeit ein Wunsch dazu, sage ich dir vorher, was er kostet und was er am Ablauf ändert. Ausgeführt wird er erst, wenn du zustimmst. Es wird dir nichts zugebaut, das du nicht bestellt hast.
Was er kostet, hängt vor allem am Zeitpunkt: Was im Entwurf entschieden wird, sind Striche im Plan. Dasselbe nach dem Estrich bedeutet eine neue Baustelle. Genau deshalb nehme ich mir im Entwurf so viel Zeit für deine Wünsche – dort ist Ändern am günstigsten.
Was passiert, wenn sich der Bau verzögert?
Die 24 Wochen ab Spatenstich gelten für die Leistungen, die du bei mir beauftragst – fix, mit Puffer kalkuliert. Meine Betriebspausen – zwei Wochen um Weihnachten und Neujahr und zwei Wochen um den 15. August – zählen nicht mit und verschieben den Termin im Kalender. Zusätzlich hast du durchgehend einen einzigen Ansprechpartner statt vieler Schnittstellen – das ist der wirksamste Schutz vor Verzögerungen. Sollte es dennoch zu Verzögerungen kommen, spreche ich das offen und persönlich mit dir durch.
Wie sieht es mit dem Wiederverkaufswert aus?
Dazu kann ich keine belastbare Aussage treffen, und ich tue auch nicht so. Was ein Haus später bringt, hängt – wie bei anderen Gebäuden auch – weit mehr an der Lage von Haus und Grundstück als an der Bauweise.
Ich kenne keinen Fall, in dem die Massivholzbauweise dabei nachteilig war. Dass es Skepsis gibt, verstehe ich; sie kommt aus Erfahrungen mit dem Holzriegelbau, und das ist eine andere Bauweise – dort hängt viel an der Ausführung der luftdichten Ebene. Bei jedem Holzbau kommt eines dazu: an das Tragwerk darf kein Wasser. Deshalb lege ich das Augenmerk auf Fassade, Fenster, Fensterbank und Sonnenschutz. Einen Wassereintritt will man auch beim Ziegel nicht – beim Holz ist er aber mehr als ein Fassadenschaden.
Alle Zahlen mit Aufschlüsselung stehen auf Größen & Preise. Was dein Haus kostet, rechne ich dir – schreib mir.
Wer macht was
Kann ich Eigenleistung einbringen – selbst mitarbeiten oder Teile an andere Firmen vergeben?
Ja, Eigenleistung ist möglich. Du kannst einzelne Abschnitte selbst übernehmen oder an andere Firmen vergeben – auch Erdbau und Bodenplatte, etwa wenn ein Keller dazukommt. Sag es mir, bevor du Schritt 2 und Schritt 3 beauftragst; danach ist der Auftrag für uns beide verbindlich. Die 24 Wochen gelten für die Leistungen, die du bei mir beauftragst. Steuern musst du das trotzdem nicht allein: Ich kann die Koordination genau dieser Leistungen übernehmen – was zu tun ist, wann es zu tun ist und worauf zu achten ist. Nicht dabei ist die Prüfung, ob eine Firma, die ich weder ausgesucht noch beauftragt habe, Normen und Richtlinien einhält. Die Koordination ist eine eigene, gesondert zu vereinbarende Leistung; aus Haftungsgründen gebe ich Anweisungen und Ausschreibungsunterlagen nur mit ihr aus der Hand.
Wie viele Firmen sind an meinem Bau beteiligt – wer behält den Überblick?
Von der ersten Idee bis zur Schlüsselübergabe hast du einen einzigen, durchgängigen Ansprechpartner: mich. Ich koordiniere die Spezialisten, die ich beauftrage, selbst, statt dich zwischen wechselnden Sachbearbeitern hin- und herzuschicken. Was du selbst vergibst, koordiniere ich, wenn wir das vereinbaren – siehe „Kann ich Eigenleistung einbringen?“.
Planst du auch, ohne zu bauen?
Nein. Ich bin eine Baufirma, und das wesentliche Merkmal einer Baufirma ist, dass sie baut. Ich verstehe, wenn dir mein Planungsprozess gefällt – den Preis für die Planung habe ich aber so angesetzt, dass er bei einer individuellen Planung die Kosten deckt, nicht mehr. Eine reine Planungsleistung ist deshalb nicht vorgesehen.
Übernimmst du auch nur die Bauleitung?
Nur die Bauleitung allein: nein. Bauleitung gibt es bei mir zusammen mit meiner eigenen Bauleistung. Für das, was du selbst erbringst oder direkt an andere Firmen vergibst, kann ich die Koordination übernehmen – das vereinbaren wir gesondert, spätestens bei der Beauftragung von Schritt 2 und Schritt 3. Koordination heißt: was zu tun ist, wann es zu tun ist und worauf zu achten ist. Nicht dabei ist die Prüfung, ob eine Firma, die ich weder ausgesucht noch beauftragt habe, Normen und Richtlinien einhält.
Der Grund ist die Verantwortungsgrenze: wie zuverlässig eine fremde Firma mitarbeitet und in welcher Qualität, liegt außerhalb meiner Sphäre. Stell dir vor, eine Firma kommt wiederholt nicht, und was sie ausführt, entspricht nicht dem Vereinbarten – dann ist die erste Frage, wer den Mehraufwand trägt. Das klären wir vorher, nicht mitten im Bau.
Was du bei mir beauftragen und was du selbst vergeben kannst, steht auf Leistungen. Deinen Fall besprechen wir im ersten Gespräch – schreib mir.
Grundstück, Bebauungsplan und Sonderfälle
Was sagt der Bebauungsplan – und wie viel Haus geht sich auf meinem Grundstück aus?
Der Bebauungsplan deiner Gemeinde gibt vor, wie und wo auf deinem Grundstück gebaut werden darf. Für dich heißt das: Wie groß dein Haus außen wird, ist vorgegeben – wie viel Platz du innen hast, entscheidet die Planung.
Warum ich ihn im Entwurf Satz für Satz lese und was das auf einem kleinen Grundstück heißt: Bebauungsplan: wie viel Haus sich ausgeht.
Was ist, wenn mein Grundstück am Hang liegt oder ich einen Keller will?
Beides ist möglich – es ist nur nicht im Standardumfang enthalten, und das sage ich dir lieber vorher als später. Was ein Hang braucht, hängt davon ab, wie steil er ist und was der Boden hergibt: manchmal eine Baugrunduntersuchung, eine Bodenverbesserung oder eine Böschungssicherung – oft reicht auch eine freie Böschung. Unabhängig davon gilt: Geländeveränderungen rund um das Haus gehören nicht zu meinem Umfang, auch nicht bei einem nur flach geneigten Grundstück. Einen Keller plane und baue ich ebenso, wenn du ihn willst.
Oft wird daraus aber kein Keller, sondern ein ebenerdiger Abstellraum als Nebengebäude – in Losenstein sind es 14,9 m² geworden. Was bei dir sinnvoll ist, sehen wir beim Lokalaugenschein auf deinem Grundstück. Vermitteln kann ich dir das alles – du musst dich um nichts selbst kümmern. Es kostet zusätzlich und verlängert den Ablauf entsprechend.
Baust du auch Doppel- und Reihenhäuser?
Ja – und ausgesprochen gerne. Genau dort spielen Genauigkeit und der schlanke Wandaufbau ihre Stärken aus: bei aneinandergebauten Häusern zählt jeder Zentimeter Wandstärke doppelt. Ich habe damit nicht nur gute, sondern auch zahlreiche Erfahrungen.
Wie groß ist dein Einzugsgebiet?
Mein Firmensitz ist in Ried in der Riedmark – von dort baue ich dein Massivholzhaus im gesamten Großraum Linz, im Mühlviertel und in den angrenzenden Regionen, in einem Umkreis von rund 70 Straßenkilometern.
Kernregion (hier bin ich am häufigsten auf der Baustelle): Gallneukirchen, Engerwitzdorf, Steyregg, Luftenberg an der Donau, St. Georgen an der Gusen, Katsdorf, Perg, Linz – Pichling, Linz – Urfahr, Asten, Traun, St. Florian, Enns, Ansfelden und Leonding.
Weiteres Einzugsgebiet (bis rund 70 km): Bezirk Perg, Urfahr-Umgebung, Bezirk Freistadt, Linz Stadt und Linz-Land, Steyr Stadt und Steyr-Land und Eferding. Liegt dein Grundstück weiter weg? Sprich mich an – beauftragst du nur einen Teil bei mir, fahre ich auch weiter.
Was bei Erdbau, Bodenplatte und Sonderfällen dazugehört, steht auf Leistungen. Zu deinem Grundstück sage ich dir mehr, wenn ich es kenne – schreib mir.